© Sektion / Vera Bodenburg

Auf den Spuren von Schneewittchen

09.04.2026

Es war einmal…. Eine Gruppe von 11 mutigen Wander*Innen, die an einem wenig frühlingshaften Märzwochenende per Bus von Gelnhausen nach Bieber fuhr. Dort startet oder endet der Spessart-Schneewittchenweg Lohr-Biebergemünd. Die Wanderer waren neugierig, was Ihnen auf diesem Weg an Begebenheiten aus dem Brüder-Grimm-Märchen begegnen würde. Ein Teilnehmer hatte schon im Vorfeld der Tour klargestellt, dass er niemanden wach küssen würde!

Wachküssen? Schneewittchen? Die sattelfesten Märchenleser konnten beruhigen – das war eine andere Story. Was folgte war eine absolut lustige und abwechslungsreiche Zwei-Tages-Tour auf schmalen Pfaden, an Bachläufen entlang bis hinauf zum Wiesbüttsee. Dort hatten im weiteren Wegeverlauf Baumaschinen ihr Unwesen getrieben und es folgte ein matschiges Umherspringen durch tiefe Harvesterfurchen. Ob Schneewittchen auch davon betroffen war?

Oberhalb von Habichtsthal verließ die Gruppe den Weg und es ging auf einem verwachsenen Weg steil hinab zum Gasthaus Frische Quelle, wo eine Zwischenübernachtung erfolgte. Am nächsten Morgen hieß es die abgestiegenen Höhenmeter wieder hinauf zu marschieren und auf der Höhe ging es locker dahin bis zur Ruine bei Partenstein. In Summe waren es aber sieben Berge, die im Märchen überwunden wurden und so folgte noch ein zäher Anstieg auf die Pfirschhöhe oberhalb von Lohr. Den letzten Wegeabschnitt hatten Wildschweine offenbar ins Herz geschlossen, hier war auf einer langen Strecke alles aufgewühlt. In Lohr angekommen, gab es eine wohlverdiente Stärkung in der Eisdiele, bevor die Heimfahrt mit der Bahn nach Hanau angetreten wurde. Wo sich allerdings die sieben Zwerge aufgehalten haben, ist bis heute nicht bekannt.