© DAV Hanau/Stefan  Schairer

Hanauer Hütte im Umbau – Woche 3: Jetzt geht es sichtbar aufwärts

04.10.2026

Dieser Artikel ist Teil einer Serie zum Hüttenumbau. Lesen Sie hier mehr.

Nach Abriss und Rückbau wird auf der Hanauer Hütte jetzt aufgebaut. In der dritten Woche des Umbaus werden die neuen Räume zunehmend sichtbar – und auch der Anbau nimmt Gestalt an.

Die dritte Woche auf der Baustelle der Hanauer Hütte markiert eine kleine Trendwende: Wo in den ersten beiden Wochen vor allem abgerissen, entfernt und Platz geschaffen wurde, wird jetzt aufgebaut. Neue Räume sind inzwischen deutlich erkennbar. Die Trockenbauer haben erste Zwischenwände eingezogen – insbesondere die neuen Personalräume und der Trockenraum nehmen Form an.

Letzter Beton – und dann geht es in Holz weiter

Am Mittwoch stand noch einmal ein wichtiger Flugtag auf dem Programm. Der letzte Beton für den Sockel des neuen Anbaus wurde per Hubschrauber auf die Baustelle gebracht und verarbeitet. Gleichzeitig waren die Holzelemente für den Anbau bereits auf der Hütte.

Am Donnerstag ging es dann richtig los: Die Seitenwände und das Dach des Anbaus wurden aufgestellt.

Für dieses Gewerk ist Thomas Christ mit seiner Zimmerei verantwortlich. Thomas ist selbst Mitglied unserer Sektion und betreibt im heimischen Jossgrund eine Zimmerei. Gemeinsam mit fünf Zimmerleuten ist er derzeit auf der Hanauer Hütte im Einsatz. Gearbeitet wird mit großem Engagement – auch am Wochenende. Wenn alles nach Plan läuft, soll dieser Bauabschnitt bereits am Mittwoch der kommenden Woche abgeschlossen sein.

Damit bekommt die Baustelle ein neues Gesicht: Aus dem bisherigen Gebäudeteil und den vorbereiteten Fundamenten entsteht Schritt für Schritt das, was in den Planungen bisher nur auf Zeichnungen zu sehen war.

Das Wetter spielt mit – das Wasser leider nicht

Das trockene Spätsommerwetter hilft derzeit, den Bauzeitplan einzuhalten. Vor allem können die notwendigen Hubschrauberflüge wie geplant durchgeführt werden – für eine Baustelle auf 1.922 Metern Höhe ein wichtiger Faktor.

Die anhaltende Trockenheit hat allerdings auch eine deutliche Kehrseite: Der Angerlebach führt inzwischen kaum noch Wasser. Seit Donnerstag musste deshalb das Kleinkraftwerk der Hanauer Hütte wegen Wassermangels abgeschaltet werden. Die Stromversorgung übernimmt nun immer wieder das Dieselaggregat. Das zeigt, dass auch bei einer perfekt organisierten Baustelle in den Bergen vieles von den natürlichen Bedingungen abhängt.

Anpacken, wo Hilfe gebraucht wird

Auch in dieser Woche war Hüttenreferent Stefan wieder gemeinsam mit sechs ehrenamtlichen Helfern der Sektion (Luis, Stefan (Simon), Tobias, Richard, Bardo und Uwe) auf der Baustelle im Einsatz - und wie schon in den vergangenen Wochen gilt: Angepackt wird dort, wo gerade Unterstützung gebraucht wird.

Ziegelsteine für tragende Mauern werden in die Hütte gebracht, Mauerreste weggestemmt, Leitungsgräben ausgehoben und viele andere Arbeiten erledigt, die auf einer Baustelle ganz selbstverständlich dazugehören.

Dabei zeigt sich immer wieder, wie gut die Zusammenarbeit zwischen den Bauleuten und unseren ehrenamtlichen Helfern funktioniert, und dass bei aller Arbeit der Spaß nicht zu kurz kommt, beweist das Bild vom etwas ungewöhnlichen „Personentransport“.

Unterstützung aus Tirol – und aus dem Tal

Fester Bestandteil des Baustellenteams sind auch weiterhin die Ehrenamtlichen aus Tirol.

Werner, unser Hüttenpächter, und sein Sohn Manuel sorgen direkt auf der Hütte dafür, dass der Baustellenbetrieb möglichst reibungslos läuft. Dazu gehören nicht nur Verpflegung und warmes Wasser zum Duschen. Auch viele andere Dinge, die auf einer Baustelle in 1.922 Metern Höhe schnell zur Herausforderung werden können, müssen organisiert und gelöst werden.

Im Tal hält Klaus, unser Wegewart, die Stellung. Wann immer Material angeliefert wird, ist er zur Stelle und koordiniert das Zusammenspiel zwischen Tal und Hütte. Eine Aufgabe, die immer wieder einiges an Organisation und Improvisation verlangt.

Ein herzliches Dankeschön!

Eine Baustelle dieser Größenordnung ist auf einer Alpenvereinshütte nur möglich, weil viele Menschen ihren Teil dazu beitragen – beruflich und ehrenamtlich, auf der Hütte und im Tal.

Allen, die sich beim Umbau unserer Hanauer Hütte engagieren und sich dabei so richtig ins Zeug legen, sagen wir an dieser Stelle schon einmal ein ganz herzliches DANKE!

Es ist schön zu sehen, wie viele Hände zusammenarbeiten, damit unsere Hütte fit für die Zukunft wird.

Während die dritte Bauwoche zu Ende geht, ist eines inzwischen ganz deutlich zu erkennen: Es entsteht etwas Neues.