Mitte September starteten wir morgens bei schönstem Wetter Richtung Boden, um den Auftakt der Bauarbeiten an der Hanauer Hütte vorzubereiten und zu unterstützen. Wir hatten uns entschieden, schon am Samstag, also einen Tag früher als geplant, anzureisen und freuten uns auf eine ausgedehnte Bergtour am Sonntag. Der Beginn der Arbeiten sollte Montag sein, aber es kam anders als geplant. Auf der Hütte angekommen, gab es eine Lagebesprechung mit unserem Hüttenreferenten Stefan Schairer. Im Arbeitsteam dabei waren Silvia, Ewald, Klaus, Volker, Klemens und ich. Dazu kamen noch Thomas und Anette von der Zimmerei Christ, Jossgrund.
Es wurde schnell klar, dass einiges an Vorarbeiten zu leisten war, bevor die Bauarbeiter am Montag ihre Arbeit starteten. Also begannen wir Sonntagmorgen in verschiedenen Teams mit dem Ausräumen der vom Umbau betroffenen Zimmer und dem Abtragen der Terrasse. Mit einer Sammlung verschiedenster Schraubenzieher, Akkuschraubern und anderen Werkzeugen ausgestattet ging es den Zimmern an den Kern. Unglaublich – in einer Bettleiste waren vier verschiedene Schraubenarten verarbeitet. Die Werkzeuge wanderten hin und her, herausgebrochene Holzleisten wurden gleich aus dem Fenster nach unten vor die Hütte befördert. Die Terrasse löste sich zunehmend auf, das Arbeiterteam der Baufirma Hilti&Jele unterstützte bei den letzten massiven Planken am Folgetag.
Große Flugshow am Montagmorgen: Mit ca. 26 Flügen wurden Helfer und Material eingeflogen, das Gelände rund um die Hütte verwandelte sich vollends in eine Baustelle. Beeindruckend war die Präzision und Schnelligkeit des Hilti-Teams. Deren Azubi konnte sich beim Abbau der Wände im ersten Stock sowie beim Entkernen der Waschräume mal richtig austoben.
Völlig verstaubt bzw. voller Sägespäne beendeten wir den Tag und freuten uns über ein kräftiges Abendessen zur Stärkung. Bis zur Hüttenruhe um 23 Uhr wollte heute keiner aufbleiben.